Erster Bericht über Ethnizität und Krebs veröffentlicht

Das National Cancer Intelligence Network (NCIN) und Cancer Research UK haben heute (Donnerstag) den ersten Bericht über Krebs-Inzidenz und ethnische Zugehörigkeit veröffentlicht.

Dem Bericht zufolge waren Schwarze fast doppelt so häufig wie Weiße, um an Magenkrebs zu erkranken.

Und schwarze Männer waren bis zu dreimal häufiger als weiße Männer, um Prostatakrebs zu bekommen.

Der Bericht wird dazu beitragen, eine Politik zu gestalten, die auf relevante öffentliche Gesundheitsbotschaften für die ethnischen Gemeinschaften rund um die Zeichen und Symptome von Krebs abzielt.

Es greift auf Datensätze von NHS-Trusts und Krebsregistern zurück, die noch nie national vernetzt wurden - und bringt Informationen zusammen, die entscheidend dafür sind, dass Gesundheitsbehörden entscheiden, wie sie ihr Budget in Gebieten mit großen ethnischen Gruppen am besten einsetzen können.

Der Bericht ist die erste nationale Analyse der Krebsinzidenz in ethnischen Gruppen und untersuchte alle Fälle von Krebs, die in England zwischen 2002 und 2006 diagnostiziert wurden.

Professor David Forman, Informationsleiter für das NCIN, sagte: "Während die weiße Bevölkerung insgesamt ein höheres Risiko für Krebs hat, weist dieser Bericht auf das erhöhte Risiko bestimmter Krebsarten, wie Magen- und Prostatakrebs, bei der schwarzen Bevölkerung hin.

"Wir wissen nicht, warum diese Unterschiede bestehen. Die Gründe könnten hauptsächlich genetisch bedingt sein, aber wir denken, dass Lebensstilfaktoren eine Rolle spielen könnten.

"Wir brauchen jetzt mehr Forschung, um zu verstehen, warum diese Unterschiede bestehen und diese Ungleichheiten anzugehen."

Der Bericht, der heute auf der NCIN-Jahrestagung in Birmingham vorgestellt wurde, fand auch heraus, dass Schwarze fast dreimal so häufig ein Myelom - einen Knochenmarkkrebs - bekommen.

Und asiatische Frauen könnten bis zu 80 Prozent häufiger als weiße Frauen an Mundkrebs erkranken.

Dr. Lesley Walker, Direktorin für Krebsinformation bei Cancer Research UK, sagte: "Dieser Bericht ist ein äußerst wichtiger Schritt, um zu verstehen, wie eine so komplexe Krankheit Menschen verschiedener ethnischer Gruppen betrifft.

"Der nächste Schritt ist, darüber nachzudenken, wie wir Gesundheitsbotschaften zielgerichtet ansprechen können - indem wir sicherstellen, dass verschiedene Gemeinschaften die Anzeichen und Symptome der Krebsarten kennen, die sie wahrscheinlicher treffen."

Professor Mike Richards, nationaler Krebsdirektor, sagte: "Das NCIN wurde gegründet, um durch qualitativ hochwertige Daten zur Verbesserung der Krebs-Dienste beizutragen.

"Dieser Bericht ist ein sehr bedeutender Schritt in Richtung dieses Ziels. Anhand dessen, was er zeigt, werden wir in der Lage sein, die Wirkung jeglicher Politik zu messen, die wir jetzt auf ethnische Minderheitengemeinschaften richten."

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