Ex-Raucher sind noch anfälliger für Lungenkrebs

Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass ein Teil der durch Rauchen verursachten genetischen Schäden trotz der langfristigen gesundheitlichen Vorteile des Aufgebens niemals rückgängig gemacht werden kann.

Eine kanadische Studie, die in der Fachzeitschrift BMC Genomics veröffentlicht wurde, analysierte Lungenproben von 24 aktuellen, ehemaligen und Nichtrauchern, um Muster der Genaktivität zu identifizieren.

Das Team, angeführt von Wan L Lam und Stephen Lam von der BC Cancer Agency, fand heraus, dass einige der Veränderungen der Genaktivität, die durch das Rauchen verursacht wurden, umgekehrt wurden, indem die Gewohnheit, einschließlich der an der Schleimsekretion beteiligten Gene, aufgegeben wurde.

Andere Gene, darunter drei, die für die DNA-Reparatur benötigt werden, wurden jedoch durch Rauchen irreversibel geschädigt, und beim Rauchen wurde auch festgestellt, dass Gene ausgeschaltet werden, die Lungenkrebs verhindern helfen.

Etwa neun von zehn Fällen von Lungenkrebs werden durch Rauchen verursacht, und die Hälfte der neu diagnostizierten Fälle tritt bei Personen auf, die zuvor mit dem Rauchen aufgehört hatten.

Die Forscher sagten, dass die Ergebnisse helfen zu erklären, warum ehemalige Raucher, obwohl deutlich gesünder als derzeitige Raucher, noch anfälliger für Lungenkrebs sind als Menschen, die noch nie geraucht haben.

Der Erstautor Raj Chari kommentierte: "Diese Gene und Funktionen, die nach der Raucherentwöhnung nicht auf normale Werte zurückgehen, können einen Einblick geben, warum ehemalige Raucher immer noch ein Risiko für die Entwicklung von Lungenkrebs haben."

Experten weisen jedoch darauf hin, dass die gesundheitlichen Vorteile, die mit der Rauchentwöhnung verbunden sind, signifikant sind und dass das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, kumulativ abnimmt, je nachdem, in welchem ​​Alter eine Person aufgibt.

Zum Beispiel hat ein lebenslanger männlicher Raucher ein geschätztes Risiko von 16 Prozent, bis zum Alter von 75 Jahren an Lungenkrebs zu erkranken.

Bei Männern, die im Alter von 60 Jahren das Rauchen aufgeben, sinkt dieses Risiko auf etwa 10%, bei Männern, die mit 30 Jahren aufgeben, auf unter 2%.

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