Suizid-Gentherapie t├Âtet Darmkrebszellen

Eine innovative Art der Gentherapie ist es erstmals gelungen, Darmkrebszellen zum Selbstmord zu bringen, so ein Bericht von Cancer Research * diese Woche.

Die Therapie, die von Cancer Research UK-finanzierten Wissenschaftlern des Institute of Cancer Research entwickelt wurde, kombiniert modernste Techniken mit Tumorzellen. Bekannt als GDEPT (Gen-Directed Enzyme Prodrug Therapy), verwendet die Behandlung ein Virus, um Krebszellen anzugreifen.

Aber die Forscher haben dem Virus ein zusätzliches Gen hinzugefügt. Das Virus ist so programmiert, dass es das Gen nur einschaltet, wenn es einen Tumor erreicht. Wenn das Gen angeschaltet wird, produziert das Virus ein Protein, das ein ansonsten harmloses "Prodrug" aktiviert, das separat verabreicht wird.

Da dieses Medikament nur in Tumoren aktiviert wird, tötet es selektiv nur Krebszellen. In normalem Gewebe bleibt das Medikament inaktiv, so dass gesunde Zellen nicht betroffen sind.

Dies ist das erste Mal, dass sich eine solche Therapie bei der Abtötung von Darmkrebszellen bewährt hat, wenn auch nur im Labor. Cancer Research UK und das Institute of Cancer Research unterstützen die Entwicklung der Therapie und hoffen, dass sie in Zukunft in die klinische Forschung gehen wird.

Die leitende Forscherin, Professorin Caroline Springer vom britischen Krebsforschungszentrum des Instituts für Krebsforschung, sagte: "Wir haben eine intelligente Methode entwickelt, um gezielt Krebszellen anzusteuern. Normale Zellen werden verschont, da das Virus das Protein, das das Medikament aktiviert, nicht produziert, es sei denn, es befindet sich in einem Tumor.

"Die Schönheit unseres Ansatzes ist, dass die Krebszellen dazu gebracht werden, sowohl durch das Virus als auch durch das aktivierte Medikament Selbstmord zu begehen - die beiden arbeiten im Tandem. Und einmal aktiviert, hat das Medikament den zusätzlichen Vorteil, dass das Virus mehr von dem produziert aktivierendes Protein, das mehr von der Droge aktiviert, und so weiter. Es ist das erste Mal, dass wir eine "positive Rückkopplungsschleife" wie diese in einer GDEPT-Therapie gesehen haben. "

Das Medikament schädigt die DNA in den Krebszellen so weit, dass die Zellen nicht mehr funktionieren. Sie haben keine andere Wahl, als abzuschalten und zu sterben.

Ein weiterer Vorteil der Therapie ist, dass sie nicht nur die vom Virus infizierten Krebszellen tötet.

"Wir sehen auch einen signifikanten 'Bystander-Effekt'", fügte Prof. Springer hinzu. "Dies bedeutet, dass die Zellen, die durch das Virus oder die Arzneimittelfreisetzung getötet wurden, Signale in den Tumor senden, die benachbarten Krebszellen mitteilen, dass sie auch sterben sollen."

In Laborexperimenten lebten Mäuse mit Darmtumoren, die die Therapie erhielten, doppelt so lange wie jene, die nicht behandelt wurden. Die Forscher schlagen vor, dass ihre Technik eines Tages als Behandlung für fortgeschrittenen Darmkrebs verwendet werden könnte, der nicht auf eine Standard-Chemotherapie anspricht.

Professor John Toy, medizinischer Direktor von Cancer Research UK, sagte: "Die GDEPT-Therapie ist seit mehreren Jahren in Entwicklung. Aber diese Studie zeigt, dass die Technik - immer eine kluge Therapie - immer raffinierter wird. Zum ersten Mal wurde gezeigt um Darmkrebszellen in einem Labormodell des menschlichen Dickdarmkrebses zu töten. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung der möglichen Verwendung von GDEPT für Krebspatienten. "

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