Die Zukunft sieht süß für die Krebsforschung aus

Wissenschaftler aus Manchester, die von Cancer Research UK finanziert werden, glauben, dass eine Art von Zucker die Grundlage für eine neue Art von Krebsmedikamenten bilden könnte.

Die Forscher glauben, dass komplexe Zuckermoleküle, so genannte Heparin-Oligosaccharide, das Potenzial haben, Krebs zu bekämpfen, indem sie die Blutversorgung eines Tumors abschneiden und ihn an Sauerstoffmangel leiden lassen.

Bei einer Konferenz sprechen1Der leitende Forscher Dr. Gordon Jayson vom Paterson Institute for Cancer Research wird beschreiben, wie er und sein Team erfolgreich die Zuckermoleküle zur Behandlung von Lungenkrebszellen im Labor eingesetzt haben.

Wie die normalen Zellen des Körpers benötigen Krebszellen eine Versorgung mit Sauerstoff und anderen Nährstoffen, um zu überleben und zu wachsen. Krebszellen erhalten diese Nährstoffe, indem sie eine komplexe Reihe chemischer Anweisungen aussenden, die dem Körper mitteilen, neue Blutgefäße zu produzieren.

Experten glauben, dass sie Patienten behandeln können, indem sie diesen Prozess stoppen, den sie Angiogenese nennen.

Dr. Jayson erklärt: "Wenn sich ein Tumor bildet, bringt er den Körper dazu, ihn zu füttern, indem er ein Netzwerk von Blutgefäßen aufbaut.

"Unsere Laborstudien zeigen, dass diese auf Zucker basierenden Moleküle Krebs chemische Trickserei stoppen und die Entwicklung von Blutgefäßen stoppen können.

"Der nächste Schritt ist herauszufinden, ob es bei Patienten die gleiche Wirkung hat."

Die Abteilung für medizinische Onkologie am Paterson-Institut beherbergt eines der wichtigsten Zentren, die der Erforschung von Medikamenten dieser Art gewidmet sind, die als Anti-Angiogenese-Medikamente bezeichnet werden.

Diese Konzentration von Fachwissen und hochmodernen Geräten bedeutet, dass Dr. Jayson und sein Team, sobald das Medikament für Patienten bereit ist, in der Lage sind, die Aktivität der Verbindung im Körper des Patienten sorgfältig zu überwachen und deren Auswirkungen auf den Tumor sichtbar zu machen .

Professor Robert Souhami, Direktor der Klinischen Forschung für Krebsforschung Großbritannien, sagt: "Dr. Jaysons Forschung an diesem Molekül sieht sehr vielversprechend aus, aber der wahre Test wird sein, ob es auch bei Patienten wirksam ist.

"Diese Art der Behandlung ist derzeit ein viel versprechender Vorsprung in der Krebsforschung, und die Wissenschaftler des Paterson-Instituts stehen an vorderster Front dieser Pionierarbeit."

Schau das Video: Mit Stäbchen gegen Ebola und Krebs - science

Lassen Sie Ihren Kommentar