Vom viralen Alarm bis zur neuen Krebsimpfung

Die britischen Wissenschaftler von Cancer Research haben ein Schlüsselelement des roten Warnsystems des Körpers gegen Viren entdeckt, das den Weg für eine neue Art von Impfstoff gegen Krebs und andere nicht-virale Erkrankungen ebnet.

Die Entdeckung - veröffentlicht auf der Website der Zeitschrift Nature - hilft zu erklären, wie das Immunsystem so heftig gegen Virusinfektionen wie die Erkältung reagiert.

Die Forscher hoffen, Impfstoffe zu entwickeln, die den Körper dazu verleiten, eine Krebszelle für ein Viruspartikel zu verwirren, um eine starke Krebs-Immunantwort freizusetzen.

Der Körper reagiert auf eine Virusinfektion, indem er eine große Anzahl von Molekülen namens Interferone produziert, die verhindern, dass sich Viren vermehren und andere Elemente des Immunsystems aufrufen, um die Eindringlinge zu zerstören.

Wissenschaftler hatten geglaubt, dass nur bestimmte spezialisierte Immunzellen, die plasmazytoiden dendritischen Zellen genannt werden, in der Lage sind, eine große Anzahl von Interferonen zu produzieren. Aber in der neuen Studie testeten sie andere, häufigere Arten von Immunzellen und stellten fest, dass diese auch auf eine Virusinfektion reagieren konnten, indem sie genauso viele Interferon-Moleküle produzierten.

Interessanterweise reagierten diese nicht-plasmazytoiden dendritischen Zellen nicht nur auf infektiöse virale Partikel, sondern auch auf Fragmente von doppelsträngiger RNA (aus denen viele Viren hergestellt wurden), was die Möglichkeit der Entwicklung von Impfstoffen, die aus der Chemikalie hergestellt wurden, erhöht.

Der Leitende Forscher Dr. Caetano Reis e Sousa vom Londoner Forschungsinstitut Cancer Research sagt: "Der Körper ist darauf vorbereitet, gegen ankommende Viren zu agieren, aber wir waren nie ganz sicher, wie er virale Partikel erkennen und springen kann so schnell in Aktion treten.

"Unsere Studie hat einen neuen Mechanismus zur Identifizierung von Viren und zur Auslösung ihrer Zerstörung aufgezeigt. Wenn wir die Neigung des Immunsystems zum Angriff von Viren auf das Krebsproblem anwenden könnten, könnten wir viel effektivere Krebsimpfstoffe und Immuntherapien entwickeln wird gerade entwickelt. "

Frühere Studien über die Reaktion des Körpers auf Viren haben sich auf bestimmte Moleküle auf der Oberfläche von Immunzellen konzentriert, die als "Einschalter" für das Immunsystem zu fungieren scheinen.

Aber in der neuen Studie umkreisten Wissenschaftler die normalen An-Schalter, indem sie Moleküle doppelsträngiger RNA direkt in das Innere von nicht-plasmazytoiden dendritischen Zellen einführten, und stellten fest, dass sie immer noch in der Lage waren, eine massive antivirale Antwort zu aktivieren. Die Forscher glauben, dass es einen zweiten "An-Schalter" in bestimmten Immunzellen geben muss, der bei der Entwicklung zukünftiger Impfstoffe genutzt werden könnte.

Dr. Lesley Walker, Direktorin für Krebsinformation bei Cancer Research UK, sagt: "Das Immunsystem ist sehr effektiv bei der Erkennung und Zerstörung von Infektionserregern, die eindeutig fremd sind, aber weniger bei Krebs, der aus körpereigenen Stoffen besteht Zellen.

"Aber wenn man versteht, wie der Körper Viren erkennen und gegen sie reagieren kann, sollte es möglich sein, Impfstoffe zu entwickeln, die das gleiche Maß an Reaktion gegen Krebs hervorrufen."

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