Nanopartikel könnten den Krebsfortschritt überwachen

US-Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickeln winzige Partikel, die an Krebszellen "kleben" und sie im MRT-Scan erscheinen lassen.

Dies könnte theoretisch Ärzten erlauben, den Behandlungsfortschritt zu verfolgen oder sie zu warnen, wenn sich der Krebs ausbreitet.

Derzeit geben Standard-Scans und Bluttests den Ärzten nur einen eingeschränkten Überblick darüber, ob Behandlungen wirksam sind.

Das Team hofft, dass die neuen Implantate letztendlich eine Fülle von Informationen liefern können, um eine erfolgreiche Diagnose und den Fortschritt der Behandlungen sicherzustellen.

Grace Kim, die an dem Forschungsprojekt beteiligt ist, erklärte den BBC News: "Wenn du einen Truthahn kochst, kannst du die Temperatur mit einem Thermometer messen - aber mit so etwas kannst du nicht nur die Temperatur herausfinden, sondern die Feuchtigkeit, Salzigkeit und ob es genug Rosmarin gibt. " Die Behandlung muss jedoch noch bei Patienten getestet werden. Die Wissenschaftler möchten herausfinden, wie sichergestellt werden kann, dass die Implantate über einen längeren Zeitraum im Körper verbleiben, so dass sie über eine MRT-Untersuchung verfolgt werden können.

Der Direktor der Cancer Research UK, Professor John Toy, sagte: "Es wäre sehr hilfreich zu Beginn der Behandlung zu wissen, dass Anti-Krebs-Medikamente tatsächlich ihr Ziel erreichen oder, falls nicht, dass eine andere Behandlung erforderlich ist.

"Wenn es möglich wäre, die Reaktion der Krebszellen auf die Behandlung genau zu überwachen, würde dies wertvolle, detaillierte Informationen über die Wirksamkeit der Behandlung liefern.

"Aber natürlich gibt es Millionen von Krebszellen in Tumoren und die Technologie hat einen langen, langen Weg zu reisen, bevor sie diese wünschenswerten Eigenschaften bieten kann."

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