Erste Schritte in der 'Anti-Materie'-Krebstherapie

Ein internationales Team von Teilchenphysikern und Krebsspezialisten hat die ersten Schritte zur Entwicklung einer neuen Form der Krebs-Strahlentherapie unternommen.

Die Forscher haben am Europäischen Teilchenphysik-Labor (CERN) in der Nähe von Genf gearbeitet und gezeigt, dass Antiprotonen, eine Form von Antimaterie, Krebszellen wesentlich genauer und effektiver zerstören können als die derzeit angewandten Formen der Strahlentherapie.

Antiprotonen sind sogenannte Antiteilchen - Spiegelbilder der Teilchen, aus denen unser Universum besteht. Sie sind extrem selten, können aber in Teilchenbeschleunigern des CERN hergestellt werden.

Sie sind von besonderem Interesse als eine Form der Strahlentherapie, da sie angepasst werden können, um Tumore in Bereichen, die so klein wie ein Kubikmillimeter sind, zu richten, ohne umgebendes Gewebe zu schädigen.

Sobald sie angegriffen wurden, findet das Anti-Proton ein normales Proton innerhalb eines Tumors und die beiden werden in Energie und andere Partikel umgewandelt, die Krebszellen zerstören.

Weil sie genauer sind, würden Patienten viel weniger Behandlungen benötigen und weniger Nebenwirkungen haben. Ärzte wären auch in der Lage, den Therapiefortschritt genau aufzuzeichnen.

Die derzeitigen Strahlentherapietechniken, die in den letzten Jahren stark verbessert wurden, sind weiterhin davon abhängig, den Körper zu sättigen und gesundes Gewebe zu beeinflussen, was viele Nebenwirkungen verursacht.

Die Forscher warnten, dass sie wegen der Kosten und Komplexität der Technologie mindestens zehn Jahre von einer praktischen Behandlung entfernt sind.

Sie fügten hinzu, dass der Proof-of-Concept-Ansatz jedoch ein wichtiger Meilenstein für sich ist und den Weg für eine große Menge an interdisziplinärer Forschung ebnet.

Die Studie wurde in der Zeitschrift Radiotherapie und Onkologie veröffentlicht.

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